Welche Versicherungen sind wirklich nötig ?

Durch einen immer agressiveren Vertrieb durch Versicherungen und Banken haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Deutsche regelrecht überversichert. Sie haben mehr Policen abgeschlossen, als sie eigentlich benötigen. Diese Haushalte investieren regelmäßig viel Geld für einen unnützen Versicherungsschutz aufwenden. Das ist Geld, das später möglicherweise bei der private Altersvorsorge fehlt.

Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Auf der Seite gibt es viele Menschen, die sehr wichtige Versicherungen überhaupt nicht abgeschlossen haben.

Bei beiden Gruppen herrscht beträchtliche Unklarheit darüber, welche Versicherungen man braucht – und welche man sich unter Abwägung der Risiken sparen kann.

Wichtige Versicherungen, die nicht genauer erläutert werden müssen

Auf die wirklich wichtigen Versicherungen, die entweder gesetzlich vorgeschrieben sind oder deren Nutzen für jedermann ersichtlich notwendig sind, werde ich in diesem Artikel nicht eingehen. Dies gilt beispielsweise für die Krankenversicherung (egal, ob nun gesetzlich oder privat) und in der Regel die ergänzende und preisgünstige Auslandsreise-Krankenversicherung; die Wohngebäudeversicherung für Immobilienbesitzer; die Auto-Haftpflicht, ohne die man bei uns nicht ans Steuer darf; oder auch die Risiko-Lebensversicherung, die der finanziellen Absicherung von Angehörigen dient.

Wichtige Versicherungen, die häufig fehlen

Darüber hinaus gibt es jedoch zwei existenzielle Versicherungen, die viele Millionen Menschen nicht abgeschlossen haben und sträflich ignorieren: die Privathaftpflicht und die Berufsunfähigkeitsversicherung.

1.Die Privathaftpflichtversicherung erklärt

Die private Haftpflicht ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Die Gesetzeslage ist eindeutig: Wenn Du einem anderen – egal ob vorsätzlich oder versehentlich – einen Schaden zufügst, hast Du diesen Schaden in voller Höhe zu ersetzen. Die Möglichkeiten für kleine und große Unfälle sind grenzenlos: ein Blumentopf, den der Wind vom Balkon reißt; eine Ungeschicklichkeit, die das Eigentum eines anderen beschädigt oder zerstört; ein geplatzter Waschmaschinenschlauch; und so weiter.

Dabei ist der Verursacher eines Schadens nicht nur verpflichtet, Sachen zu ersetzen, sondern auch für gesundheitliche Beeinträchtigungen einzustehen, die er aus Versehen einem anderen zugefügt hat (zum Beispiel mit dem Blumentopf, der vom Balkon fiel).Gerade dieser Punkt – was ist, wenn wegen der eigenen Nachlässigkeit ein anderer Mensch nie mehr arbeiten kann? – macht deutlich, warum die Privathaftpflicht so wichtig ist. Die Folgekosten eines Unfalls können sehr schnell im sechs- oder siebenstelligen Bereich liegen – und die müssen, wie auch Sachschäden, bis zum letzten Cent aus dem Privatvermögen bezahlt werden. Übrigens gilt dies ebenfalls, wenn die eigenen Kinder etwas anstellen (»Eltern haften für ihre Kinder«).

Unbedingt beachten

Bei jeder Versicherung, die man abschließt, muss man jedoch einige Spielregeln beachten. Das gilt auch für die Privathaftpflicht:

  1. Eine Police gilt meist für beide Ehepartner beziehungsweise für eingetragene Lebenspartner.
  2. Ein unverheiratetes beziehungsweise nicht verpartnertes Paar sollte für beide eine separate Haftpflichtversicherung abschließen – selbst wenn man seit vielen Jahren in einer festen Beziehung und unter einem Dach zusammenlebt.
  3. Kinder sind im Regelfall bis zum Ende Ihrer Ausbildungszeit über die Eltern mitversichert. Beachten sollten Eltern, dass Kinder bei einer Pause zwischen Schule und Studium (zum Beispiel bei einem Auslandsaufenthalt) mitunter eine eigene Versicherung brauchen – man sollte sich also rechtzeitig informieren.
  4. Wer ein größeres Haustier (Hund, Pferd) besitzt, sollte dafür unbedingt eine Tierhalterhaftpflicht abschließen, denn man haftet auch für die Schäden, die eigene Tiere anrichten. Sie kostet ebenfalls nicht viel; die Police für einen Hund schlägt beispielsweise ab ungefähr 50 Euro im Jahr zu Buche.

Fazit:

Ein einziges Unglück kann Dich ohne weiteres ruinieren, wenn Du über keinen privaten Haftpflichtschutz verfügst. Ungefähr jeder dritte Bundesbürger verzichtet trotzdem darauf und geht damit Tag für Tag ein absurd hohes Risiko ein. Die Kosten für eine Privathaftpflicht liegen je nach Ausstattung bei den meisten Anbietern zwischen 40 und 120 Euro im Jahr. Sie zählt also zu den niedrigpreisigen Policen. Daher solltest Du hier nicht länger zögern.

 

2.Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die zweite wirklich wichtige Versicherung, die Millionen Menschen nicht haben, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie springt für den Fall ein, dass man aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann – also kein Arbeitseinkommen mehr erzielt. Dies ist eines der größten Finanzrisiken. Denn wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielt, haben wir alle vom Staat heute viel weniger zu erwarten als noch vor einigen Jahren. Dies gilt nach Gesetzesänderungen in der jüngeren Vergangenheit insbesondere für all jene, die Jahrgang 1961 oder jünger sind. Sie erhalten im Fall der Fälle vom Staat überhaupt keine Berufsunfähigkeits-Rente mehr, sondern allenfalls eine knapp bemessene Erwerbsminderungsrente. Und auch ältere Menschen, die noch ein gesetzliches Anrecht auf eine Berufsunfähigkeit-Zahlung vom Staat haben, können damit in der Regel nicht ihren vollen Lebensunterhalt decken. Wer noch in der Ausbildung ist, als Hausfrau oder Hausmann arbeitet oder selbstständig ist, hat oft überhaupt keine Ansprüche.

Das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist zugleich größer, als sich die meisten vorstellen. Etwa jeder Fünfte bis jeder Vierte wird in Deutschland vor Erreichen des regulären Altersruhestands offiziell berufsunfähig, mehr als 100 000 Menschen im Jahr. Körperliche Gebrechen spielen dabei immer noch eine wichtige Rolle, allen voran lebensgefährliche Diagnosen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch Arbeitnehmer risikoträchtigen Berufszweigen – zum Beispiel Dachdecker oder Maurer – werden nach wie vor besonders oft berufsunfähig. Doch der wichtigste Trend ist seit einigen Jahren ein anderer: Der Anteil der Berufsunfähigen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, steigt stetig. Bei Frauen liegt er bereits bei rund einem Drittel, bei Männern etwa bei einem Viertel aller Fälle.

Diese Zahlen machen deutlich: Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, weil sie bei dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigung zumindest ein Grundeinkommen garantiert. Dennoch ist nur jeder Vierte für den Fall einer Berufsunfähigkeit privat abgesichert. Deshalb sollte man, noch bevor man Geld für die Altersvorsorge zurücklegt, zuerst einmal eine ausreichende BU-Versicherung abschließen und regelmäßig die Beiträge zahlen. Dies gilt insbesondere für jüngere Menschen. Sie sollten dies so früh als möglich einrichten – was in der Regel heißt: sobald sie es sich irgendwie leisten können. Mit jedem Geburtstag wird es nämlich teurer.

Wer das in jungen Jahren tut, hat zwar monatlich Kosten zu tragen, darf sich allerdings über Beitragssätze freuen, die deutlich unter denen für Ältere liegen. Dies liegt vor allem daran, dass junge Menschen in der Regel keine (oder nur wenige) Vorerkrankungen haben, die sie für die Versicherungen zu einem Risikokandidaten machen. Ist erst einmal eine ernste Krankheit von einem Arzt diagnostiziert worden, wird die Sache deutlich schwieriger und viel teurer. Oft erhalten Antragsteller mit einer umfangreicheren Krankenakte keinerlei Berufsunfähigkeitsschutz mehr.

Unbedingt beachten

Sowohl Versicherte als auch Berufsunfähigkeit-Interessierte sollten stets drei Dinge im Hinterkopf behalten, die bei dieser Versicherung wichtig sind:

  1. Es versteht sich eigentlich von selbst, ist jedoch nicht allen klar: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist, wie der Name schon sagt, eine Versicherung und kein Element der Altersvorsorge. Im Idealfall bleibt man bis zum Ruhestand kerngesund
  2. Vor Ausstellung einer BU-Police wird der Interessent von der Versicherungsgesellschaft im wahren Sinne des Wortes auf Herz und Nieren (und noch einiges mehr) geprüft. Der Fragenkatalog, der die individuellen Lebensumstände abfragt, ist sehr umfangreich. Wer hier schummelt oder kleine Details verschweigt – insbesondere bei den Vorerkrankungen–, geht ein gewaltiges Risiko ein. In diesem Fall kann es passieren, dass die Versicherung genau dann nicht zahlt, wenn man sich wirklich in einer gesundheitlichen – und damit oft auch finanziellen – Notlage befindet. An dieser Stelle geht es also nur mit absoluter Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Auch Leiden, die von vielen vielleicht als vorübergehende Zipperlein abgetan werden, sollte man sicherheitshalber nennen. Beispiele sind lange zurückliegende Bandscheibenvorfälle, Heuschnupfen oder wiederkehrende Depressionsschübe, in deren Verlauf man einen Arzt konsultiert hat. Ärzte sind, wenn es um die Bewilligung einer BU-Rente durch den Versicherer geht, übrigens von ihrer Schweigepflicht entbunden. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass Vorerkrankungen früher oder später ans Licht kommen.
  3. Die BU ist eine Versicherung mit umfangreichem, kompliziertem Kleingedruckten, den Klauseln. Für die meisten dürfte es aus diesem Grund hilfreich sein, sich vor einem Abschluss von unabhängigen Experten beraten zu lassen, zum Beispiel bei einer Verbraucherzentrale (vzbv.de).

    Meistens spielen diese Aspekte dabei eine Rolle:

  • Eine sogenannte Ausstiegsklausel sollte man, wenn möglich, meiden. Sie erlaubt es der Versicherung, den Vertrag zu annullieren, wenn man zum Zeitpunkt des Abschlusses bereits nachweislich erkrankt war, ohne dies zu wissen.
  • Ähnlich problematisch ist die sogenannte abstrakte Verweisung. Greift diese Klausel, darf die Versicherungsgesellschaft dem berufsunfähig Gewordenen »abstrakt« eine andere berufliche Stellung zuweisen, die er prinzipiell noch ausüben könnte – und zwar unabhängig davon, ob er dort Chancen auf einen Arbeitsplatz hat oder nicht. Für den Versicherten stellt dies ein erhebliches Risiko dar.
  • Auch eine Pflicht zur Umschulung sollte man möglichst ausschließen. Nach Abschluss der Umschulungsmaßnahme erhält der Versicherte keine Rentenzahlung.
  • Die Nachversicherungsgarantie ist dagegen nützlich. Sie erlaubt es dem Versicherten, zu einem späteren Zeitpunkt den Leistungsumfang seines BU-Schutzes ohne eine erneute Gesundheitsprüfung auszuweiten.
  • Je kürzer die Karenzzeit– das ist die Zeit zwischen Eintritt einer Berufsunfähigkeit und der ersten Rentenzahlung –, umso besser für den Versicherten.
  • Zahlt die Versicherung, wenn ein Versicherungsfall verspätet gemeldet wird?
  • Greift der Schutz weltweit?
  • Werden Versicherungssumme und Beitragshöhe regelmäßig nach oben angepasst (Beitragsdynamik)?
  • Die Koppelung einer BU an eine kapitalbildende Versicherung ist problematisch. Zum einen zieht diese Bündelung hohe Kosten nach sich, zum anderen verliert man in der Regel, wenn man die Kapital-Versicherung auflösen möchte, den BU-Schutz.

Fazit:

Zugegeben: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet vergleichsweise viel Geld, sogar für die Jüngsten. Neben dem Alter spielen bei der Berechnung der Beitragssätze mehrere andere Faktoren eine Rolle – etwa Geschlecht und Gewicht, der Beruf, die Freizeitaktivitäten (Risikosportarten?), der Zigarettenkonsum und natürlich die Höhe der Berufsunfähigkeit-Rente, die gegebenenfalls vom Versicherer zu zahlen ist. Wer erst Mitte zwanzig und gesund ist und eine Berufsunfähigkeit-Rente von 1000 Euro monatlich vereinbart, kann bei einem günstigen Anbieter weniger als vierzig Euro im Monat zahlen. Dieser Betrag kann bei älteren Antragstellern mit Risikofaktoren jedoch auch im mittleren dreistelligen Bereich liegen. Tipp: Die Stiftung Warentest nimmt die Anbieter von Berufsunfähigkeit-Policen regelmäßig unter die Lupe – eine gute Anlaufstelle, um sich über aktuelle Tarife mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis zu informieren.

3. Die Hausratversicherung

Neben den beiden genannten, wirklich wichtigen Policen sollte man, sofern man diesen Schutz noch nicht hat, ernsthaft über eine Hausratversicherung nachdenken. Die Risiken, die sie abdeckt, sind nicht so groß wie bei Privathaftpflicht oder BU. Die meisten Menschen, deren Azubi- oder Studentenbuden-Dasein bereits einige Jahre zurückliegt, dürften damit jedoch deutlich ruhiger schlafen, nicht zuletzt auf Urlaubsreisen.

Die Hausratversicherung leistet Ersatz, wenn das Hab und Gut abhanden kommt (Diebstahl) oder beschädigt oder zerstört wird (Feuer, Wassereinbruch, Sturm, Hagel, Blitzschlag und so weiter). Auch hier kommt es – wie bei den meisten Versicherungen – jedoch auf die genaue Ausgestaltung des Vertrags an.

Worauf man bei der Hausratversicherung achten sollte

  • Nicht jede Hausratversicherung deckt alle Risiken ab – man sollte vor Unterzeichnung also unbedingt das Kleingedruckte Für den Fall, dass Einbrecher talentfrei sind und frustriert randalieren, sollte die Police Schäden durch Vandalismus abdecken.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie nicht unterversichert Eine Unterversicherung liegt vor, wenn die Versicherungssumme (sagen wir: 30 000 Euro) unter dem Wiederbeschaffungswert Ihres Wohnungsinhalts (zum Beispiel 60 000 Euro) liegt. Kommt es in so einer Situation zu einem Schaden, wird die Versicherung den Verlust nur zu einem Teil tragen. Gegen einen recht kleinen Beitragsaufschlag kann man eine Unterversicherung pauschal ausschließen.
  • Die genaue Höhe des Beitrags für eine Hausratpolice hängt entscheidend vom Wohnort Metropolen sind generell teurer als Kleinstädte und Dörfer. Allerdings gibt es auch zwischen einzelnen Großstädten erhebliche Unterschiede. So kostet eine Police in Berlin (arm, sexy, relativ verbrecherisch) beispielsweise erheblich mehr als in München (reich, sexy, relativ sicher).
  • Inventar, das aus der Sicht der Versicherung besonders riskant ist, muss mitunter separat (oder mit Aufschlag) geschützt werden – zum Beispiel Aquarien oder Wasserbetten. Dies gilt auch für außerordentlich Wertvolles wie Schmuck, Antiquitäten, Münzsammlungen oder Kunstgegenstände. Spezialversicherung sinnvoll sein.
  • Manche Hausratpolicen schließen den Verlust des Fahrrads Klingt gut, hat meist jedoch einen Haken: Die Klauseln sind im Fall eines Diebstahls oft so lebensfern, dass man sich diesen recht kostspieligen Punkt guten Gewissens sparen kann, sofern man kein extrem teures Hightech-Spitzen-Bike fährt. Besser: Investieren Sie in ein gutes, knackfestes Schloss.

Auf diese Versicherungen solltest Du verzichten

Viele Versicherungen, die sich bei den Bundesbürgern großer und größter Beliebtheit erfreuen, kann man sich andererseits komplett schenken. Dazu zählen insbesondere folgende Versicherungen:

  • Besonders viele Freunde hat in Deutschland die Rechtsschutzversicherung, die weit mehr Menschen abgeschlossen haben als beispielsweise die BU. Dies ist bedenklich. Der private Rechtsschutz ist vergleichsweise teuer – die Spanne reicht für Standardversicherungen etwa von 80 bis 300 Euro im Jahr. Zugleich ist das finanzielle Risiko, das mit einem möglichen Prozess einhergeht, oft nicht beängstigend hoch, und die Klauseln dieser Versicherungen sind umfangreich. Es kann also sein, dass die Police im Fall der Fälle nicht einmal greift. (Wenn man große Freude am Verklagen der Nachbarn oder ein originelles Sündenregister hat, ist die Lage möglicherweise eine andere.
  • Eine Glasbruchversicherung ist meist überflüssig – außer für Menschen mit besonders viel Glas im Haus (etwa in einem Wintergarten).
  • Das gilt grundsätzlich auch für Versicherungen auf Reisen. Insbesondere Reisegepäckversicherungen sind oft völliger Blödsinn. Die Klauseln in ihren Verträgen sind meist grotesk realitätsfern. Und Hausratpolicen decken üblicherweise auch den Diebstahl von Gepäck aus einem (abgeschlossenen) Hotelzimmer ab. Eine sogenannte Reiserücktrittsversicherung kann bei einer besonders aufwändigen Reise, für ältere Menschen oder für Familien mit Kleinkindern sinnvoll sein; sonst ist sie es nicht.
  • Unfallversicherungen sind grundsätzlich nicht schlecht. Allerdings decken sie lediglich ein Einzelrisiko ab: die gesundheitliche Beeinträchtigung nach einem Unfall, nicht bei Krankheit. Viel besser (wenngleich auch kostspieliger) ist daher eine BU-Versicherung. Wer aufgrund von ernsten Vorerkrankungen allerdings keinen BU-Schutz mehr erhält, kann durchaus den Abschluss einer Unfallversicherung in Erwägung ziehen. Auch eine sogenannte Dread-Disease-Police, die nur einzelne lebensbedrohliche Krankheiten (»dread diseases«) abdeckt, kann dann in Frage kommen.

Unbedingt vergleichen

Wer eine neue Versicherung abschließen möchte, sollte unbedingt von mehreren Gesellschaften Angebote einholen und vergleichen – und zwar nicht nur mit Blick auf die vorgeschlagene Beitragshöhe, sondern auch auf die Konditionen des Vertrags (also das Kleingedruckte). An dieser Stelle gibt es beträchtliche Unterschiede, wie das oben angeführte Beispiel der Berufsunfähigkeitspolice verdeutlicht.

Sollte sich die eine oder andere Absicherung bei einer Überprüfung als überflüssig herausstellen, lohnt es ebenfalls, aktiv zu werden und den Vertrag zum nächstmöglichen Termin schriftlich bei der Gesellschaft zu kündigen. Das auf diesem Weg gesparte Geld kann dann etwa für die private Altersvorsorge genutzt werden. Dort ist es viel besser aufgehoben als bei einer unnötigen Versicherung.

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